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NEUE QUALITÄTSSTANDARDS FÜR EINE BIOLOGISCH-REGIONALE LANDWIRTSCHAFT

Qualität

Die Herstellung von hochwertigen Lebensmitteln unter Berücksichtigung eines respektvollen und fairen Umgangs mit Menschen, Tieren und der Umwelt steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt meiner Tätigkeiten. Die Überzeugung, dass schlussendlich nur ein nachhaltiger Produktionskreislauf gesunde Lebensmittel hervorbringen kann, sowie der Glaube an den Einfluss von hochwertigen Produkten auf unser aller Wohlergehen, bilden die Basis meines Denkens und sind das Leitbild meines Handelns.

Mit Prüf Nach! möchte ich den Weg einschlagen, meine Vorstellung von biologischem Landbau zu verwirklichen und neue Qualitätsstandards für Österreichische Bio-Betriebe zu schaffen. Wenn ich mir ansehe, welche Entwicklung die biologische Landwirtschaft in Österreich seit ihren Anfängen genommen hat, sehe ich die Notwendigkeit, zu handeln.

Mit der gestiegenen Nachfrage nach biologischen Lebensmitteln und der europaweiten Gleichschaltung der Vorschriften für den biologischen Landbau wurde "Bio" nach und nach zum Feigenblatt für eine global agierende Lebensmittelindustrie. Doch das Streben nach Ertragssteigerung geht meist zu Lasten der Qualität.

Regionalität

Biologische Landwirtschaft, wie ich sie begreife, heißt, die regionalen Qualitätsmerkmale zu stärken und nicht durch einen europaweit geltenden Standard zu vereinheitlichen. Es ist eine Landwirtschaft, die ihren spezifischen regionalen Charakter hat, ein regionales Gesicht, eine regionale Identität. Denn ich bin überzeugt, dass wir überhaupt keine Alternative zu einer authentisch betriebenen regionalen Landwirtschaft haben.

Dabei denke ich nicht nur an Lebensmittel von herausragenden Qualitäten, sondern es geht mir hierbei vor allem um die Souveränität über unsere Lebensmittel. Wenn wir zulassen, dass das Einzigartige der jeweiligen Region verloren geht, wenn wir es wegnivellieren und wegrationalisieren lassen, werden wir in naher Zukunft nicht mehr bestimmen können, wie und mit welchen Qualitäten von Lebensmitteln wir uns künftig ernähren werden.

Es geht um unser Erbe und einen nicht unbeträchtlichen Teil unserer Identität. Noch gibt es bei uns Regionen, aus denen Lebensmittelqualitäten kommen, die in ganz Europa kaum noch zu finden sind. Diese regionalen Besonderheiten möchte ich mit Prüf Nach! unterstützen und mit Programmen zum Umwelt- und Tierschutz, zur Nachhaltigkeit und zur Gentechnikfreiheit in ihren Qualitäten weiterentwickeln.

Transparenz

Ich möchte auch neue Wege in Hinblick auf Transparenz in der Herstellung gehen. Durch die engmaschige Erfassung des gesamten Herstellungsprozesses ermöglicht Prüf Nach! die Rückverfolgbarkeit und Kontrolle jedes Produktionsschrittes. Ich bin nämlich überzeugt, dass Konsumentinnen und Konsumenten ein unabdingbares Recht darauf haben, zu wissen, wie und mit welchen Hilfsmitteln Lebensmittel hergestellt werden – angefangen von der Urproduktion über die Verarbeitungsbetriebe bis hin zum Endprodukt.

Transparenz und Ehrlichkeit bei der Erzeugung von Lebensmitteln werden die wichtigsten Kriterien der Zukunft sein, wenn es gilt, das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten nachhaltig zu gewinnen. Nur wer weiß, von wem und auf welche Weise seine Lebensmittel erzeugt werden, wird sich mit der Arbeit der Urproduzenten verbinden und an ihr Anteil nehmen können.

Davon profitieren nicht nur die Endverbraucher, sondern alle beteiligten
Partner, deren hochwertige Arbeit die Wertschätzung erfährt, die sie verdient.
Mit Prüf Nach! ist es uns gelungen, eine wichtige Instanz für die förderung und den Erhalt einer neuen biologisch-regionalen Landwirtschaft in Österreich zu etablieren. Ich möchte allen Partner, die diesen neuen Weg ermöglichen und ihn mit uns gehen, aufs Herzlichste danken.

 

Werner Lampert.

 

 

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